18.10.2026
„Orange is the new black“ – Digitalminister Dr. Fabian Mehring heizt der Landesversammlung ein
„Orange is the new black“ – Digitalminister Dr. Fabian Mehring heizt der Landesversammlung ein
Freie Wähler Markt Tettau e.V. bei den Landesversammlungen in Günzburg vertreten – vier Resolutionen setzen klare Schwerpunkte für starke Kommunen, eine zukunftsfähige Wirtschaft, bezahlbares Wohneigentum und den Erhalt des Minijobs.
Am Samstag, den 17. Oktober 2026, kamen die FREIEN WÄHLER Bayern zur Landesdelegiertenversammlung in Günzburg zusammen. Rund 300 Delegierte und Gäste diskutierten über die politischen Herausforderungen der kommenden Jahre, die Zukunft Bayerns und die Rolle der FREIEN WÄHLER als bürgerliche Kraft der politischen Mitte. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die mitreißende Rede des Bayerischen Staatsministers für Digitales, Dr. Fabian Mehring, der mit seiner Botschaft „Orange is the new black“ für Begeisterung sorgte.
Auch die Freien Wähler Markt Tettau e.V. waren bei den Versammlungen in Günzburg vertreten. Adrian Stiehler nahm als Delegierter des Ortsvereins an der Versammlung des Landesverbandes teil. Der 1. Vorsitzende Tim Firley vertrat die Kreisvereinigung und den Kreisverband Kronach als Delegierter bei den Versammlungen der Landesvereinigung und des Landesverbandes. Damit brachten beide die Perspektive aus dem Landkreis Kronach und der Marktgemeinde Tettau in den landesweiten Austausch ein.
„Orange is the new black“ – ein starkes Signal für die digitale Zukunft
Mit seiner Rede setzte Digitalminister Dr. Fabian Mehring einen besonderen Akzent auf die Chancen der Digitalisierung. Seine Botschaft: Bayern darf beim technologischen Fortschritt nicht nur zuschauen, sondern muss die Zukunft aktiv mitgestalten. Unter dem prägnanten Satz „Orange is the new black“ brachte er den politischen Gestaltungsanspruch der FREIEN WÄHLER pointiert auf den Punkt.
Mehring machte deutlich, dass Digitalisierung kein Selbstzweck sein dürfe. Vielmehr müsse Technik den Menschen dienen, den Alltag erleichtern, Unternehmen stärken und staatliche Abläufe effizienter machen. Gerade bei Zukunftstechnologien wie Künstlicher Intelligenz, Robotik und digitalen Verwaltungsverfahren müsse Bayern seine Möglichkeiten nutzen, um Innovationen voranzutreiben und Arbeitsplätze im Freistaat zu sichern.
Ein wichtiger Aspekt ist dabei die digitale Souveränität. Bayern solle Zukunftstechnologien nicht nur einkaufen und anwenden, sondern selbst entwickeln und wirtschaftlich erfolgreich einsetzen. Denn wer bei entscheidenden Schlüsseltechnologien dauerhaft lediglich Kunde sei, riskiere langfristige Abhängigkeiten. Gleichzeitig müsse die Digitalisierung für die Bürgerinnen und Bürger konkret spürbar werden – beispielsweise durch digitale Behördengänge, weniger Papierkram und eine Verwaltung, die einfach, schnell und bürgernah funktioniert.
Die Botschaft passt auch zu den Herausforderungen vor Ort: Gerade kleinere Kommunen wie der Markt Tettau brauchen moderne, unkomplizierte Verwaltungsangebote und digitale Lösungen, die sowohl den Bürgern als auch den örtlichen Unternehmen zugutekommen.
Vier Resolutionen für die Zukunft Bayerns
Neben den Redebeiträgen stand die inhaltliche Arbeit im Mittelpunkt der Landesdelegiertenversammlung. Die FREIEN WÄHLER Bayern verabschiedeten vier Resolutionen, mit denen sie politische Forderungen zu zentralen Zukunftsfragen formulieren. Dabei geht es sowohl um die Handlungsfähigkeit der Kommunen als auch um wirtschaftliche Chancen, Eigentum und die Arbeitswelt.
1. Kommunen stärken – finanzielle Handlungsfähigkeit sichern
Städte, Gemeinden und Landkreise müssen ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen können. Die FREIEN WÄHLER fordern deshalb einen stärkeren kommunalen Finanzausgleich für 2027, höhere Schlüsselzuweisungen, Unterstützung für die Bezirke, eine Entlastung kommunaler Krankenhäuser und unbürokratisch verfügbare Investitionsmittel. Langfristig soll der kommunale Anteil am allgemeinen Steuerverbund auf 15 Prozent steigen.
Für Kommunen wie Tettau ist dieses Thema besonders relevant: Ohne eine solide finanzielle Grundlage lassen sich notwendige Investitionen in Infrastruktur, öffentliche Einrichtungen und das gesellschaftliche Leben vor Ort nur schwer verwirklichen.
2. Bayerns Wirtschaft zukunftsfest machen
Unter dem Leitgedanken „Bayern: Heimat für Hightech“ setzen sich die FREIEN WÄHLER dafür ein, Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Robotik und Quantentechnologien in Bayern zu entwickeln und wirtschaftlich erfolgreich einzusetzen. Mittelstand und Start-ups sollen bessere Rahmenbedingungen erhalten. Gleichzeitig sollen digitale Verwaltungsverfahren und KI dazu beitragen, Bürokratie abzubauen und Bürger, Unternehmen sowie Kommunen zu entlasten.
Gerade für eine Region mit mittelständischen Betrieben und industriellen Arbeitsplätzen ist es entscheidend, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Wertschöpfung langfristig in der Heimat zu halten.
3. Wohneigentum ermöglichen statt Hürden aufbauen
Die dritte Resolution verfolgt das Ziel, die Wohneigentumsquote innerhalb von zehn Jahren auf 50 Prozent zu steigern. Dafür fordern die FREIEN WÄHLER unter anderem eine vollständige Befreiung von der Grunderwerbsteuer beim erstmaligen Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums, staatlich unterstützte Baukredite mit einem festen Zinssatz von rund zwei Prozent, verlässliche Förderprogramme und schnellere Genehmigungsverfahren.
Besonders junge Menschen und Familien sollen dadurch bessere Chancen erhalten, sich den Traum vom eigenen Zuhause zu erfüllen und dauerhaft in ihrer Heimat zu bleiben.
4. Minijob schützen und zusätzliche Belastungen vermeiden
Mit der vierten Resolution sprechen sich die FREIEN WÄHLER für den Erhalt des Minijobs in seiner bisherigen Form aus. Sie wenden sich gegen zusätzliche Abgaben und gegen eine Abschaffung des besonderen steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Status. Vor möglichen Änderungen soll eine umfassende Folgenabschätzung stehen.
Das Beschäftigungsmodell ist für viele Menschen eine wichtige Möglichkeit, flexibel hinzuverdienen zu können. Zugleich ist es für zahlreiche Betriebe in Gastronomie, Handel, Handwerk und Landwirtschaft von Bedeutung – auch für kleinere Unternehmen, die das wirtschaftliche Leben in ländlichen Regionen prägen.
Hubert Aiwanger: Bürgerliche Politik und starke Kommunen
Auch der Landes- und Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, setzte in seiner Rede klare Schwerpunkte. Als stellvertretender Bayerischer Ministerpräsident unterstrich er den Anspruch, Bayern auf einem bürgerlichen Kurs der politischen Mitte zu halten und die wirtschaftliche Stärke des Freistaats zu sichern.
Im Mittelpunkt standen Freiheit, Eigentum und Heimat sowie bessere Rahmenbedingungen für Handwerk, Gastronomie, Mittelstand und Unternehmensgründer. Aiwanger sprach sich für weniger staatliche Bevormundung und mehr Eigenverantwortung aus. Wer arbeite, etwas aufbaue und Verantwortung übernehme, müsse am Ende auch davon profitieren können.
Besonders deutlich wurde er bei der finanziellen Situation der Städte, Gemeinden und Landkreise. Neue Aufgaben dürften nicht dauerhaft ohne ausreichende Finanzierung auf die kommunale Ebene übertragen werden. Gleichzeitig hob er die Bedeutung des Ehrenamts hervor: Vereine, Feuerwehren und engagierte Bürgerinnen und Bürger seien unverzichtbar für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Diese Themen sind auch für den Markt Tettau von großer Bedeutung. Ein lebendiges Vereinsleben, eine leistungsfähige kommunale Infrastruktur und gute wirtschaftliche Perspektiven gehören zu den Grundlagen einer attraktiven Gemeinde. Dafür braucht es politische Entscheidungen, die die Realität vor Ort berücksichtigen.
Austausch über die politische Arbeit hinaus
Für die Delegierten aus Tettau bot die Landesversammlung die Möglichkeit, sich mit Vertreterinnen und Vertretern der FREIEN WÄHLER aus ganz Bayern auszutauschen und die landespolitischen Schwerpunkte aus nächster Nähe zu erleben.
Die Teilnahme von Adrian Stiehler und Tim Firley unterstreicht den Anspruch des Ortsvereins, sich nicht nur mit kommunalen Themen zu beschäftigen, sondern auch die Entwicklungen auf Kreis- und Landesebene aktiv zu begleiten. Entscheidungen auf Landesebene können unmittelbare Auswirkungen auf die finanzielle Ausstattung der Kommunen, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Lebensqualität in unserer Region haben.
Gerade deshalb ist es wichtig, dass die Anliegen kleinerer Gemeinden und ländlicher Regionen auch in den überregionalen politischen Diskussionen Gehör finden. Der Austausch zwischen den verschiedenen Ebenen der FREIEN WÄHLER bietet dafür eine wichtige Grundlage.
Fazit: Zukunft gestalten – von Bayern bis Tettau
Die Landesdelegiertenversammlung in Günzburg hat gezeigt, welche Themen die FREIEN WÄHLER in den kommenden Jahren besonders beschäftigen werden: handlungsfähige Kommunen, eine innovative und wettbewerbsfähige Wirtschaft, bezahlbares Wohneigentum und verlässliche Rahmenbedingungen für Beschäftigung.
Die Rede von Digitalminister Dr. Fabian Mehring mit der prägnanten Botschaft „Orange is the new black“ setzte dabei einen besonderen Akzent. Sie steht sinnbildlich für den Anspruch, neue Technologien nicht nur zu diskutieren, sondern aktiv zu gestalten und für die Menschen nutzbar zu machen. Der Weg der Freien Wähler zur zweiten Volkspartei in Bayern.
Die Freien Wähler Markt Tettau e.V. werden die weiteren Entwicklungen aufmerksam begleiten. Denn Politik muss sich letztlich daran messen lassen, ob sie konkrete Verbesserungen für die Menschen vor Ort erreicht – in Bayern ebenso wie in unserer Marktgemeinde Tettau.